Intensivmedizin

Die Intensivmedizin ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit Diagnostik und Therapie lebensbedrohlicher Zustände und Krankheiten befasst. Das geschieht meist in besonders ausgerüsteten Stationen eines Krankenhauses (Intensivstation), die durch speziell ausgebildete Fachärzte, wie Anästhesisten, Internisten, Chirurgen oder Neurologen geführt werden.

Intensivstationen sind baulich und gerätetechnisch aufwändig ausgestattet. Aufgrund des hohen Betreuungsaufwandes ist hier eine Pflegekraft für 1-3 Patienten zuständig (auf „Normalstationen“ ist das Verhältnis etwa 1:20).

Die Behandlung von Patienten im Rahmen der Notfallmedizin trägt ebenfalls oft die Merkmale der Intensivmedizin.

Die Intensivmedizin hat ihre historischen Wurzeln in der Anästhesiologie, da die Beatmung der ursprüngliche Grund dafür war, dass derartig aufwändige Methoden und Einrichtungen geschaffen wurden. Eine andere Vorstufe der heutigen Intensivstationen waren die coronary care units (CCU). Dies waren Stationen zur EKG-Überwachung von Herzinfarktpatienten mit der Möglichkeit der Defibrillation bei Kammerflimmern oder Kammertachykardie. Sie wurden von einem der Erfinder der Defibrillation, dem US-Amerikaner Bernard Lown, propagiert.


Letzte Änderung: 13.04.2008
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