Die Mondlandung - pro und contra

"Ein kleiner Schritt für einen Mann, ein großer Schritt für die Menschheit." - Sprach  Neil Armstrong am 16. Juli 1969 diesen Satz bevor er als erster Mensch seinen Fuss auf unserem Erdtrabanten setzte?

Anfang der 50er Jahre entwickelt sich nicht nur eine militärische Aufrüstung zwischen den beiden Supermächten USA und UdSSR sondern es beginnt auch der Wettlauf ins All. Hierbei halten sich die USA halten lange Zeit für technisch deutlich überlegen, unter anderem, da sie hervorragende Wissenschaftler und Techniker, wie den deutschen Raketenpionier Wernher von Braun im Team haben. Als Grundlage dient die von ihm im 2. Weltkrieg in Deutschland gebaute A4-Rakete (später V2).

Am 4. Oktober 1957 plötzlich der Sputnik-Schock: Die UdSSR bringt den ersten Satelliten. «Sputnik 1» ist eine 60 Zentimeter große Aluminiumkugel, die knapp 84kg wiegt und mit 28.000km/h die Erde umkreist.

Knapp einen Monat später, am 3. November 1957, bringt die UdSSR mit der Hündin Laika und «Sputnik 2» das erste Lebewesen ins All. Die Rückkehr zur Erde war für das arme Tier leider nicht möglich, aber die Sowjetunion war einen weiteren Schritt vorraus. Ausserdem wusste man nicht, wie gross der Vorsprung der Russen noch war.

Nach einigen Pannen gelingt es dann  am 31. Januar 1958 dann auch den USA, einen kleinen Satelliten ins All zu schicken, nachdem bereits aus der UdSSR nachgefragt wurde, ob man vielleicht Hilfe beim Transport dieser "Grapefruit" brauche.

Dwight D. Eisenhower läßt am 7. Februar 1958 die „Advanced Research Projects Agency“, kurz ARPA, gründen, deren Ziel es sein soll, den technologischen Vorsprung der USA zu sichern. Die ARPA ist übrigens der Grundstein des heutigen Internets.

Desweiteren entzieht Präsident Eisenhower, der dem Militär misstraut, dem Pentagon das Raumfahrtprogramm und gründet am 1. Oktober 1958 die NASA (National Aeronautics and Space Administration).

Im September 1959 reist Nikita Chruschtschow mit seinem Sohn Sergej als erster sowjetischer Staatschef die USA. Diesen Besuch nutzt er, um den Amerikanern die Kopie einer Plakette zu zeigen, die angeblich vor Kurzem von den Sowjets in einer Kapsel auf den Mond geschossen wurde. Nachdem die USA auf diesen Bluff eingestiegen sind, schicken sie - in der Angst davor, dass sie von der UdSSR mit modernsten Raketen jederzeit angegriffen werden können - Satelliten mit Kameras ins All und entlarven den Bluff, was sie allerdings jahrelang für sich behalten. Die NASA startet das "Mercury"-Projekt mit dem Ziel den ersten Menschen ins All zu bringen.

Aber auch dieser Punkt geht an die Russen: am 12. April 1961 umkreist der Kosmonaut Oberst Jurij Gagarin mit einer «Wostok 1» Rakete die Erde. Unter größtem Druck ziehen die Amerikaner am 5. Mai 1961 mit dem Astronaut Alan Shepard, der als erster Amerikaner mit einer «Mercury Redstone 3 / Freedom 7» auf einer ballistischen Bahn ins Weltall geschossen wurde gleich.

Am 20. Februar 1962 sind die USA das erste Mal bei diesem Wettlauf einen Schritt vorraus: John Glenn umrudet mit «Friendship 7» als erster Mensch die Erde. Fest entschlossen, den Vorsprung auszubauen, verkündet Präsident John F. Kennedy am 25. Mai 1961 als Ziel der NASA, noch in diesem Jahrzehnt einen Mann auf den Mond zu schicken und ihn wieder sicher auf die Erde zurückzubringen.

Die Antwort der Russen hierauf lautet aber erst einmal 1964 mit einem neuen Raumschiff, der «Woschod 1», drei Menschen gleichzeitig in eine Erdumlaufbahn zu bringen. Hierbei wird allerdings - wie sich später herausstellt -  auf Sicherheitsmaßnahmen verzichtet, um einen dritten Konturensitz in die Kapsel zu quetschen. Auch die erste Frau im All geht auf das Konto der UdSSR: am 16. Juni 1963 bestreitet Valentina Tereshkova einem Alleinflug.

Aber nicht genug: am 2. März 1965 verlässt der Kosmonaut Alexej Leonow seine Raumkapsel und schwebt als erster Mensch, nur mit einer Leine gesichert, frei im All. Erst sehr viel später stellt sich heraus, dass er es beinahe nicht in die Raumkapsel zurückgeschaft hätte: Sein Raumanzug hatte sich unerwartet sehr stark aufgebläht, so dass er nicht mehr durch die improvisierte Ausstiegsluke passte. Er musste den Druck ablassen, um ins Raumschiff zurückkehren zu können.

Am 2. März 1965 verlässt der Kosmonaut Alexej Leonow seine Raumkapsel und schwebt als erster Mensch, nur mit einer Leine gesichert, frei im All. Erst sehr viel später stellt sich heraus, dass er es beinahe nicht in die Raumkapsel zurückgeschaft hätte: Sein Raumanzug hatte sich unerwartet sehr stark aufgebläht, so dass er nicht mehr durch die improvisierte Ausstiegsluke passte. Er musste den Druck ablassen, um ins Raumschiff zurückkehren zu können.

Die USA zweifeln daran den Rückstand überhaupt aufholen zu können. Das Projekt Gemini, das nun zwei Astronauten ins All befördern kann, erhält jeden erdenklichen Support. Die Hauptziele von Gemini sind es, Tests von Geräten, Andockmanövern und Triebwerkszündungen für Kurskorrekturen im All durchzuführen sowie einen Weltraumspaziergang zu erreichen. Diese Manöver stellen Vorbereitungen für die spätere Mondmission -Apollo- dar.


Letzte Änderung: 25.04.2008
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